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Partitur – Standards

Standards – Die Partitur für erfolgreiche Inszenierungen

Präzis gespielte Opern folgen einer Partitur; genauso basieren erfolgreiche Projekte, Programme und Portfolios auf festgelegten Normen. Sie setzen den Rahmen, um aus einzelnen Tönen eine beeindruckende Aufführung zu schaffen. Nur wer die Noten und ihre Zusammenhänge kennt, kann den Taktstock geschickt führen.

Geschätzte Meister der Planungskunst und Dirigenten der Projektsymphonien! Hier ist eine erlesene Auswahl erhabener Themen und den entsprechenden Aktivitäten – bereit, Ihre Pläne mit königlicher Ordnung zu bereichern!

Projekt-Management

Integration
Integration

Hier verschmelzen alle Stimmen zu einem harmonischen Ensemble. Das Integrationsmanagement sorgt dafür, dass Partituren, Soli und Chor sauber aufeinander abgestimmt sind. Prozesse, Ressourcen und Daten kommen zusammen, damit das Projekt nicht klingt wie ein Hühnerhof in der Generalprobe. So entsteht eine durchkomponierte Inszenierung, die am Ende einen tosenden Applaus verdient.

  • Erstelle Gesamtplan (Die große Partitur des Projekts/Programms und alle Verknüpfungen)
  • Manage Aktivitäten (Wie bändige ich alle Mitwirkenden und Themen?)
Inhalt

Die Inhaltsbeschreibung ist das Libretto des Projekts. Sie legt fest, was am Ende auf der Bühne stehen soll – ob es nun ein monumentales Bühnenbild ist oder eine kleine, feine Arie. Nur wer genau weiß, was geliefert werden soll, kann die richtigen Töne treffen und das Publikum begeistern. Klarheit ist hier der Dirigent, der alle Instrumente im Zaum hält.

  • Definiere Inhalte (Alle Themen, Szenen, Stimmen, Noten und deren Bedeutung)
  • Erstelle Arbeitspakete (Beschreibe Szene und die darin enthaltenen Inhalte)
Termin

Terminmanagement sorgt dafür, dass jeder Einsatz punktgenau kommt, denn ohne einen klaren Spielplan würde selbst die weltbeste Operntruppe wild durcheinander singen. Meilensteine markieren die großen Auftritte, und ein sauber getakteter Zeitplan schützt vor der gefürchteten Generalprobe am Tag der Premiere. Pünktlichkeit ist in Projekten – wie auf der Bühne – der halbe Applaus.

  • Ordne Aktivitäten (Alle Szenen in die richtige Reihenfolge bringen)
  • Schätze Dauer (Wie lange dauert die einzelne Szene wirklich?)
  • Entwickle Zeitplan (Bestimmt die Dauer der gesamten Oper)
Kosten

Das Kostenmanagement ist der Schatzmeister des Opernhauses. Es achtet streng darauf, dass das goldene Finale nicht das Budget sprengt. Ein gutes Auge auf die Kassenbücher bewahrt das Ensemble vor dem bitteren Schicksal, mit leeren Händen hinter dem Vorhang zu stehen. Denn auch die schönste Inszenierung kann an einer leeren Kasse scheitern.

  • Bestimme Kosten (Alles, wirklich alles der Kulisse, über die Gagen bis zur Champagner-Aftershow)
  • Überwache Budget (Wie jetzt? Der Startenor möchte plötzlich „Extrawürste“ in die Garderobe.)
Qualität

Das Qualitätsmanagement ist der gestrenge Regisseur, der auch die kleinste Dissonanz gnadenlos erkennt. Es prüft, ob die Stimmen sauber klingen, das Bühnenbild stabil steht und die Kostüme keine Pannen liefern. Nur mit höchster Qualität gelingt die perfekte Inszenierung – und das Publikum wirft Rosen statt Tomaten.

  • Plane Qualität (Definiere alle Regieanweisungen und zwar so, dass sie auch jeder versteht!)
  • Prüfe Qualität (Begleite die Proben mit Argusaugen)
  • Sichere Qualität (Auch mal späte Korrekturen wagen, bevor sich der Vorhang hebt)
Ressourcen

Die besten Sänger, das fähigste Orchester, die geschicktesten Bühnenbauer: Ressourcenmanagement stellt sicher, dass die passenden Talente am richtigen Ort stehen. Die Zauberformel lautet hier: nicht zu viele, nicht zu wenige, sondern genau die richtige Besetzung, damit das Stück harmonisch und ohne Chaos erklingt.

  • Plane Ressourcen (Sichere komplette Besetzung rechtzeitig und vollständig ab)
  • Leite Team (Schicke die richtige Rolle zum vorbestimmten Zeitpunkt auf die Bühne)
Kommunikation

Kommunikation ist das heimliche Ouvertüre-Thema jeder Produktion. Nur wer zur richtigen Zeit die richtigen Informationen weitergibt, verhindert Missverständnisse, falsche Einsätze oder unerwartete Zwischentöne. Ein kluges Kommunikationsmanagement lässt die Bühne nicht zur Gerüchteküche werden, sondern zum Klangkörper, in dem alles perfekt zusammenspielt.

  • Plane Kommunikation (Wann senden wir die Infobriefe an Ensemble und Orchester?)
  • Verteile Informationen (Oje, die Mühen der täglichen Notizen an alle Beteiligten)
  • Organisiere Erwartungen (Publikum, Sponsoren, Ensemble: alle wollen hören, was passiert – aber jeder etwas Anderes!)
Risiken

Hier tritt der Inspizient auf, der ständig fragt: „Was könnte alles schiefgehen?“ Ob die Primadonna plötzlich heiser wird oder der Tenor das Kostüm verlegt – Risikomanagement sorgt dafür, dass Alternativen bereitstehen. Statt Drama auf der Bühne gibt es Drama auf dem Papier – und das ist genau der richtige Ort dafür.

  • Identifiziere Risiken (Wer könnte den Einsatz verpassen?)
  • Plane Risikobehandlung (Was tun bei Heiserkeit oder Bühnenbrand?)
  • Manage Risiken (Angemessen reagieren, bevor das Publikum Unruhe spürt)
Probleme

Wenn der Vorhang klemmt oder der Bühnenboden wackelt, ist das ist dieses Thema gefragt. Problemmanagement erkennt Störungen, analysiert Ursachen und sorgt für eine schnelle Lösung. Damit das Publikum nichts merkt und die Vorstellung ohne Pannen weiterläuft. Bravo!

  • Plane Problembehandlung (Wen darf der Inspizient anschnauzen)
  • Manage Probleme (Sorge für zügige Abhilfe, während die Ouvertüre schon läuft)
Beschaffung

Kein Bühnenbild ohne Requisiten, keine Arie ohne Noten. Beschaffungsmanagement sorgt dafür, dass alles rechtzeitig da ist: vom Kronleuchter bis zum Notenständer. Verträge werden verhandelt, Lieferanten ausgewählt – damit die Bühne glänzt, bevor der Vorhang sich hebt.

  • Definiere Vorgehen (Was brauchen wir von Externen – egal ob mondän oder minimalistisch)
  • Organisiere Beschaffungen (Requisiten, Technik, Glitzerkostüme – alles muss vorhanden sein, wenn es gebraucht wird)

Details zu den Standards finden Sie im PMBOK Leitfaden für Projektmanagement des PMI.

Das Verzeichnis repräsentiert eine vereinfachte Darstellung des PMP und dient als Ihr Leitfaden durch das komplexe Labyrinth der Aufgaben. Jede Thematik wird mit einer musikalischen Beschreibung gefeiert – die jedoch immer Raum lässt für Ihre Ideen, Spontaneität und brillanten Einfälle.

Wer die Notenblätter im Schlaf beherrscht, hat zweifellos eine festere Hand beim Dirigieren. Eine ständige Betonung der Normen im Projekt-, Programm- und Portfolio-Management führt zu einem tieferen Verständnis und stellt sicher, dass am Ende eine herausragende Leistung ohne Fehler erzielt wird.

Lesen sie auch die Kolumne „Die ISO-zertifizierte Zauberflöte“ auf Seite 38.